Schneller und effektiver lernen

Nov 20, 2012 von

Lernen – was heißt das?

Wirkliches Lernen bedeutet nicht stures „Pauken“, sondern sich auf etwas Neues einzulassen und sich ganz darin zu vertiefen.
Lernen funktioniert nicht ohne positive Emotionen! Somit ist zumindest ein gewisses Interesse an dem zu lernenden Inhalt die erste Grundvoraussetzung für die Effektivität beim Lernen. Die zweite Grundvoraussetzung ist das „aktive Tun“!

Effektive Lernmethoden

„Duft und Klang einbinden“:

Es ist erwiesen, dass man sich neue Inhalte besser merken kann, wenn man sie beim Lernen mit einem bestimmten Duft oder einem Musikstück in Verbindung bringt. Beim Einsatz von Musik sind jedoch grundsätzlich ruhige, instrumentale Versionen vorzuziehen, da sonst leicht die Ablenkung überwiegt.

„Clustern“:

Beim effektiven Lernen werden Assoziationen zwischen neuem und altem Wissen hergestellt. Dies kann man aktiv unterstützen, beispielsweise durch das sogenannte „Clustern“. Dabei schreibt man das zu lernende Thema in die Mitte eines Blattes und gruppiert alles was einem dazu einfällt um diesen Begriff herum. Nehmen wir an das Thema ist „Shakespeare“. Dann notiert man rund um diesen Begriff z.B. „Renaissance“, „Elisabeth I.“, „Theater“, etc. Günstig hierbei ist es, vom Allgemeinen ins Detail zu gehen, also z.B. in einem zweiten Schritt die Merkmale der Renaissance darunter anzuordnen. Neue Informationen können nach und nach hinzugefügt werden. Ein Cluster eignet sich sowohl zur Annäherung an ein Thema, als auch zur Selbstüberprüfung am Ende einer Lerneinheit.

„Beschriften und Bebildern“:

Das Erstellen von Karteikarten kostet ein wenig Zeit und Geduld, doch die zahlen sich aus, denn schon beim Beschriften wird der Lernprozess in Gang gesetzt. Es ist derselbe Effekt, der sich beim Anfertigen von Spickzetteln einstellt. Plötzlich lernt man fast wie von selbst.
Der Einsatz von Bildmaterial ist eine nicht zu unterschätzende Hilfe beim Lernen. Bildlich dargestellte Zusammenhänge werden meist sehr gut begriffen und im Gedächtnis behalten. Verknüpfungen von Wort und Bild helfen übrigens nicht nur beim Sprachenlernen.
Ein Tipp: Das Lernen von Vokabeln gelingt noch besser, wenn man echte Gegenstände mit den neuen Begriffen beschriftet. Man lernt dann sozusagen „im Vorbeigehen“. Grundsätzlich sollte man außerdem neue Vokabeln immer in einen inhaltlichen Zusammenhang bringen.

„Fragen formulieren“:

Selber die Rolle des Lehrers zu übernehmen und Fragen zu formulieren ist vor allem dann sinnvoll, wenn man sich längere, komplexe Inhalte aneignen muss. Hierzu sollte man zunächst die zentralen Aussagen in den entsprechenden Lesetexten markieren. Dann überlegt man sich mögliche Prüfungsfragen, die man aufschreibt und hinterher beantwortet.

„Spielen“:

Ob „Stadt-Land-Fluss“, „Memory“, „Tabu“ oder ein klassisches Wissensquiz: All diese Spiele lassen sich auf alle erdenklichen Themengebiete anwenden. Manchmal muss hierfür ein wenig gebastelt werden, doch die Effektivität und der Spaßfaktor sind garantiert.

Fazit

Egal, ob wir für Prüfungen zum Abschluss einiger Kurse von Bildungsinstituten oder aus reinem Interesse lernen: Das aktive Tun und eine positive, neugierige Grundhaltung helfen uns den Stoff wirklich zu begreifen. Am effektivsten ist hierbei tatsächlich ein kindliche Herangehensweise: basteln, zeichnen, fragen und spielen. Und: Grundsätzlich ist es sinnvoll, mehr als einen Sinneskanal am Lernen zu beteiligen, da das Gehirn die neuen Informationen und Eindrücke so viel besser und dauerhafter abspeichern kann.
Schließlich: Besser sind kleine, aber regelmäßige Lernportionen, als ein „Riesenberg“ kurz vor der Prüfung!

Verwandte Artikel

Share


Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /www/htdocs/w0140d5f/blitz-lernen.at/wp-includes/class-wp-comment-query.php on line 399