Nebenjob während der Ausbildung: Das ist zu beachten

Mrz 17, 2014 von

Die meisten Auszubildenden erhalten nur eine kleine Vergütung. Deshalb können sie sich viele Dinge, die sie gern haben möchten, ohne einen zusätzlichen Nebenjob nicht leisten. Dies führt dazu, dass viele junge Menschen neben ihrer Ausbildung noch einer Teilzeitarbeit nachgehen.
Angebote für eine Teilzeitarbeit kann man über verschiedene Wege finden. So hat man zum Beispiel die Möglichkeit, mithilfe der Stellensuchmaschine Jobtonic viele Teilzeitjobs in Wien zu finden. Auf diese kann man sich dann, da bei Jobtonic alle notwendigen Informationen zum Jobangebot hinterlegt sind, direkt bewerben.

Sollte eine Bewerbung erfolgreich sein, darf man als Auszubildender diese Stelle jedoch nicht einfach antreten. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass man seinen Ausbildungsbetrieb über die Aufnahme eines Nebenjobs informieren muss.
Ein Unternehmen kann einem Auszubildenden die Aufnahme eines Nebenjobs grundsätzlich nicht verbieten. Trotzdem hat es unter Umständen die Option, die Ausübung einer bestimmten Tätigkeit zu untersagen. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass ein Unternehmen einem Auszubildenden die Ausübung einer bestimmten Nebentätigkeit nicht willkürlich untersagen darf. Das Aussprechen eines Verbots zur Aufnahme einer bestimmten Nebentätigkeit ist nur gestattet, wenn sich die Nebenbeschäftigung aufgrund der Arbeitszeit oder der Tätigkeit negativ auf die Ausbildung auswirken könnte. Um mögliche negative Auswirkungen zu beurteilen, muss man sich stets den Einzelfall ansehen.

Die Arbeitszeit darf bei einer Nebenbeschäftigung einen bestimmten Zeitrahmen nicht überschreiten. Deshalb kann zum Beispiel ein Auszubildender keinen Teilzeitjob aufnehmen, in dem er 20 Stunden die Woche arbeitet. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass bei einer 55- oder 60-Stunden-Woche nicht sichergestellt ist, dass ein Auszubildender seine wöchentliche Pausen und Ruhezeiten einhält.
Die Aufnahme eines geringfügigen Nebenjob ist dem Auszubildenden in der Regel erlaubt. Ausnahmen sind jedoch denkbar, wenn sich die Arbeitszeiten nicht vereinbaren lassen. So ist es einem Auszubildenden zum Beispiel nicht möglich, nach Feierabend in einer Diskothek zu arbeiten, wenn er am nächsten Tag im Ausbildungsbetrieb wieder arbeiten muss. Dieses Verbot ist mit dem mangelnden Schlaf und der daraus resultierenden möglichen Leistungsminderung zu begründen.

Sofern sich ein Teilzeitjob aufgrund der Arbeitszeit und des Arbeitsumfangs nicht negativ auf die Ausbildung auswirkt, ist es immer noch möglich, dass die Tätigkeit selbst einen negativen Einfluss auf die Ausbildung haben kann. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Auszubildender für ein Konkurrenzunternehmen arbeitet.

Das Arbeiten bei einem Konkurrenzunternehmen wird einem Auszubildenden in der Regel untersagt. Zudem hat ein Unternehmen unter Umständen auch die Möglichkeit, die Aufnahme einer Tätigkeit dann zu untersagen, wenn sie sich nicht mit den Anschauungen des Ausbildungsbetriebs vereinbaren lässt. So ist es beispielsweise denkbar, dass Auszubildende zur Bürokauffrau, die für einen Tierschutzbund arbeitet, nicht als Aushilfe in einem Modefachgeschäft, welches Pelze verkauft, arbeiten darf.

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